Von 27.03.2017 – 28.03.2017 fand an der Fachhochschule St. Pölten die Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit statt. Laut Organisatoren nahmen daran rund 200 einschlägige ExpertInnen, ProfessorInnen, StudentInnen und PraktikerInnen der Sozialen Arbeit und weitere Disziplinen teil.

Zusammen mit FH-Prof. DSA Mag. (FH) DrPhDr. Christoph Redelsteiner, MSc präsentierten wir Auszüge aus der gemeinsamen Forschungsarbeit zur Situation psychosozialer Einsätze in der präklinischen Notfallmedizin. 

In Ihrer Abschlusserklärung stellen die TeilnehmerInnen fest:

  • Soziale Sicherungssysteme wie die bedarfsorientierte Mindestsicherung dürfen nicht geschwächt und ausgehöhlt werden. Geringen Einsparungen stehen dramatische Folgen für die Betroffenen gegenüber.
  • Nützt man Rechtssysteme wie z.B. das Fremdenrecht zum systematischen gesellschaftlichen Ausschluss von Menschen, die sich im Lande befinden, so nimmt man die Verschärfung sozialer Probleme und Auseinandersetzungen in Kauf. Wir fordern die Verantwortlichen daher auf, eine menschenrechtskonforme, den internationalen Verpflichtungen Österreichs entsprechende und auf die Ermöglichung der Inklusion bzw. Integration zielende Gesetzgebung und Rechtspraxis wiederherzustellen.
  • Die Zahl der Studienplätze für Soziale Arbeit ist auf ein Niveau anzuheben, wie es der Arbeitsmarkt und der in den letzten Jahren und Jahrzenten erfolgte Ausbau der Hilfen z.B. im arbeitsmarktnahen Bereich, in den Schulen, in der Kinder- und Jugendhilfe, der offenen Jugendarbeit, der SeniorInnenarbeit usw. erfordert.
  • Ein Mindestmaß an sozialarbeitsbezogener Forschung ist sicherzustellen. Das kann durch direkte Förderungsprogramme geschehen, aber z.B. auch dadurch, dass Organisationen der Sozialwirtschaft mindestens ein bis zwei Prozent der Fördermittel nachweislich in Forschung und Entwicklung zu investieren haben.